Allgemeines Prozedere zur Vergabe von Bachelor- und Masterarbeitsthemen

Studierende, die am Lehrstuhl für BWL, insbesondere Marketing ihre Abschlussarbeit absolvieren möchten, stehen zwei Möglichkeiten der Themenfindung zur Verfügung:

  • die Einreichung eines eigenen Themenvorschlags oder
  • die Übernahme eines Themenvorschlags des Marketing-Lehrstuhls.

Grundsätzlich sollte jeder Studierende zunächst einen Themenvorschlag einreichen, der drei Seiten nicht überschreiten sollte (nähere Informationen finden Sie hier unter Hinweise zum Exposé). 

Berücksichtigen Sie bitte insbesondere:

  • die Vorgaben hinsichtlich der Formalia schriftlicher Arbeiten sowie
  • die nachfolgenden Hinweise zur Betreuungsstruktur; der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Marketing sieht hierbei eine differenzierte Betreuungsstruktur für Bachelor- und Masterarbeiten vor.

Betreuungsstruktur von Abschlussarbeiten im Bachelor Bereich

Bachelorarbeiten am Lehrstuhl für BWL, insb. Marketing beinhalten in der Regel einen einfachen empirischen Teil. Zur Vorbereitung empfiehlt es sich bereits eine empirische Projektarbeit am Lehrstuhl für BWL, insb. Marketing bearbeitet zu haben. In der Regel können Bachelorarbeiten zu zwei festgelegten Terminen angemeldet werden. Diese orientieren sich am Start des Winter- bzw. Sommersemesters. In begründeten Fällen (z.B. aufgrund von Krankheit) können auch abweichende Anmeldungstermine vereinbart werden.

 

Für die Betreuung der Studierenden vor und während der Arbeitserstellung sind bis zu acht Betreuungstermine vorgesehen. Einige dieser Termine sind Gruppentermine. Die Termine gliedern sich wie folgt auf:

 

1.     In der zweiten Vorlesungswoche eines jeden Semesters findet ein allgemeiner Informationstermin zur Anfertigung von Bachelorarbeiten am Lehrstuhl für BWL, insb. Marketing und zur Erstellung von Exposés statt.

WICHTIGER Hinweis für den kommenden Bachelorarbeitsprozess:

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Einführungsveranstaltung am 16.04.2020 nicht wie geplant stattfinden. Wir haben Ihnen im folgenden die Veranstaltungsfolien mit allen Informationen sowie FAQs hochgeladen. Bitte nutzen Sie diese Informationen, damit wir den Zeitplan unseres Bachelorarbeitsprozesses wie gewohnt einhalten können. Demzufolge bleibt weiterhin der Abgabetermin Ihrer Exposés der 30.04.2020, unabhängig von der aktuellen Situation.

Folien Einführungsveranstaltung

2.     Im Anschluss sollten Sie bis zum 31. Oktober (WiSe) bzw.30. April (SoSe) einen Exposé-Entwurf mit Angabe des Wunschbetreuers an sonja.basalla@hhu.de senden.

3.     Daran anschließend wird zunächst mit der betreuenden Mitarbeiterin oder dem betreuenden Mitarbeiter ein Besprechungstermin vereinbart. Das daraufhin angepasste Exposé wird anschließend mit Prof. Kenning besprochen.

4.     Nachdem das Exposé mit Prof. Kenning abgestimmt wurde, müssen Abschlussarbeiten bis zum 15. Dezember (WiSe)/15. Juni (SoSe) angemeldet werden.

5.     In der 10- bis 12-wöchigen Bearbeitungsphase findet ein Kolloquium statt. Der genaue Termin wird an dieser Stelle bekannt gegeben. Zusätzlich können die Studierenden bis zu zwei individuelle Besprechungstermine à 60 min mit ihrem individuellen Betreuer vereinbaren.

6.     Die Abgabe der Abschlussarbeit muss bis spätestens 9. März (WiSe) bzw. 7. September (SoSe) in gedruckter und digitaler Form erfolgen.

 

Den Studierenden werden außerdem weitere Materialen zur Verfügung gestellt (Musterexposé auf der Internetseite; Formatierungshinweise des Lehrstuhls; Anleitungsvideos zum Programm SPSS).

 

Darüberhinausgehende Termine sind in der Regel nicht vorgesehen und können zur Abwertung der Abschlussnote führen.

 


Betreuungsstruktur von Abschlussarbeiten im Master Bereich

Masterarbeiten am Lehrstuhl für BWL, insb. Marketing beinhalten in der Regel einen anspruchsvollen empirischen Teil. Zur Vorbereitung empfiehlt es sich bereits eine empirische Projektarbeit am Lehrstuhl für BWL, insb. Marketing bearbeitet zu haben. Masterarbeiten können jederzeit angemeldet werden. In der Betreuung ist zunächst ein Termin zur Exposé-Besprechung mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin vorgesehen. Im Vorhinein dieses Termins sollten Sie bereits einen Exposé-Entwurf an den entsprechenden Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin gesendet haben. Das daraufhin angepasste Exposé wird anschließend in bis zu zwei Terminen mit Prof. Kenning besprochen und angepasst. Nach der finalen Freigabe muss die Arbeit innerhalb von zwei Wochen angemeldet werden. In der darauffolgenden Betreuungsphase sind maximal drei individuelle Betreuungstermine (à ca. 60 Minuten) mit einem Mitarbeiter des Lehrstuhls vorgesehen.

Darüberhinausgehende Termine sind in der Regel nicht vorgesehen und können zur Abwertung der Abschlussnote führen.


Hinweise zur Vergabe von Abschlussarbeiten in Kooperation mit Unternehmen aus der Praxis

Grundsätzlich begrüßt der Lehrstuhl für BWL, insbesondere Marketing die Erstellung von Abschlussarbeiten in Kooperationen mit Unternehmen aus der Praxis. Allerdings möchten wir Studierende, die ihre Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen verfassen möchten, darauf hinweisen, dass derartige Unternehmenskooperationen gegebenenfalls einen erhöhten Arbeits- und Koordinationsaufwand zur Folge haben. Dies kann unter anderem daraus resultieren, dass die Zielstellungen der jeweiligen Anspruchsgruppen der Arbeit voneinander abweichen. Für die Notengebung seitens des Lehrstuhls stehen insbesondere die Erkenntnisorientierung sowie der wissenschaftliche Gehalt der Arbeit im Vordergrund. Einzelfallbezogene praktisch-normative Bezüge und Implikationen erscheinen dagegen von untergeordneter Bedeutung. Darüber hinaus möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Unterzeichnung von Vertraulichkeitsvereinbarungen seitens Lehrstuhls grundsätzlich nicht vorgesehen ist. Auf die Implementierung von gesonderten Sperrvermerken, die über die üblichen an staatlichen Universitäten geltenden Vertraulichkeitsstandards hinausgehen, ist ebenso zu verzichten. Zudem ist durch alle Studierenden, die ihre Abschlussarbeit am Lehrstuhl für BWL, insbesondere Marketing verfassen, eidesstattlich zu versichern, dass die Weitergabe von Rechten an der jeweiligen Arbeit oder von Auszügen aus dieser Arbeit an Dritte der Zustimmung von Herrn Prof. Dr. Kenning bedarf. Diese Punkte sind mit dem kooperierenden Unternehmen unbedingt vorab zu klären.
 
Alternativ zur Vergabe von Wunschthemen, können Themenvorschläge des Marketing-Lehrstuhls bearbeitet werden:

Mögliche Themengebiete für Bachelor- und Masterarbeiten

Themengebiet

Business-to-Business Marketing

Ansprechpartner

Fabio-Yannick Laschet, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

 

Themengebiet

Relationship Marketing, CRM

Ansprechpartner

Fabio-Yannick Laschet, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

 

Themengebiet

Marketing Ethik

Ansprechpartner

Sonja Basalla, M.A.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

 

Themengebiet

Social Media Marketing

Ansprechpartner

Sonja Basalla, M.A.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

 

Themengebiet

Auswirkungen eines negativen Produkt-/Servicevorfalls auf die Beziehung zum Kunden – Eine empirische Analyse

Ansprechpartner

Hendrik Fahrenhorst, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

 

Themengebiet

Customer Delight im Dienstleistungssektor – Eine empirische Analyse (im Kontext junger/kleiner Unternehmen)

Ansprechpartner

Hendrik Fahrenhorst, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

 

Themengebiet

Consumer Resilience / Coping – Wie gehen Konsumenten mit von außen induzierten, psychologischen Konflikten um?

 

Potenzielle Forschungsrichtung:

  • Im digitalen Zeitalter werden KonsumentInnen verstärkt mit psychologischen Konflikten, sog. Stressoren, konfrontiert. Konflikte wie die Entscheidung zwischen moralisch „sinnvollen“ oder „weniger sinnvollen“ Produkten werden durch Social Media verstärkt. Neue Konflikte entstehen, wie z.B. die „Fear of Missing Out“, die zu hohem Social Media Konsum führt, selbst wenn KonsumentInnen diesen eig. reduzieren möchten (etwa aufgrund von „Social Media Fatigue“).
Ziel der Arbeit ist es besser zu verstehen, wie KonsumentInnen mit solchen Konflikten umgehen (können), da sie dauerhafte Stresszustände und letztlich vermindertes Wohlbefinden auslösen. Dabei soll insb. das Konzept der Resilienz beleuchtet und gerne das „Stressor-strain-outcome (SSO)“-Framework berücksichtig werden.

Ansprechpartner

Alena Bermes, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

Themengebiet

Sustainable Consumer Behavior

 

HINWEIS: Es ist grundsätzlich die Aufgabe der/des Studierenden, das Thema  einzugrenzen und Forschungslücken zu finden. Die Ausführungen dienen der Inspiration und dem Gedankenanstoß.


Potenzielle Forschungsrichtungen in der Dimension "Zielverhalten"

Sustainable Consumer Behavior (dt. nachhaltiges Konsumentenverhalten) umfasst sowohl pro-ökologische als auch pro-soziale Verhaltensweisen. Es ist daher auf ein bestimmtes Zielverhalten einzugrenzen, z. B.:

  • Absatz u. a. nachhaltig produzierter, nachhaltig verpackter oder tierfreundlicher Produkte
  • Nutzung von Sharing-Angeboten
  • Spenden für wohltätige Zwecke (Nonprofit Marketing)
  • ...

 
Potenzielle Forschungsrichtungen in der Dimension "Interventionsart / Vermarktungsstrategie"

Es ist grundsätzlich möglich Interventionen (ähnlich Nudges) oder Vermarktungsstragien experimentell auf ihre Wirksamkeit zur Erhöhung nachhaltigen Konsumentenverhaltens zu testen. Es ist dann auf bestimmte Formen einzugrenzen, z. B.:  

  • Sozialen Normen (z. B. deskriptive Informationen über das Verhalten anderer)
  • Defaults (Standardeinstellungen)
  • Cause-related-Marketing
  • ...

Zwei konkretere Themenvorschläge [die gerne weitergedacht werden dürfen]:

  • Unternehmen, wie bspw. Pampers, verbinden im Zuge temporärer Marketingkampagnen den Kauf von Produkten mit einer Spende für den "guten Zweck" , um u. a. Absatz und Image zu verbessern (Cause-related-Marketing). Die Marke "Share" geht einen anderen Weg und verknüpft die Marke selbst mit dem "guten Zweck" - mit jedem Produktkauf spendet der Konsument und das nicht nur in bestimmten Kampagnenzeiträumen. Ziel der Abschlussarbeit könnte es sein, die Unterschiede zwischen Cause-related-Marketing und dem "Share"-Prinzip gegenüberzustellen und zu überprüfen, ob es z. B. Unterschiede in der Wahrnehmung der Marke gibt.
  • "Nachhaltigkeitsinduzierte Qualitätsvermutung" - Viele Unternehmen springen mittlerweile auf den "Nachhaltigkeitszug" auf, passen u. a. Produktion, Inhaltsstoffe oder Verpackung an, um Produkte als nachhaltig vermarkten zu können. In Anlehnung an das Phänomen der "preisinduzierten Qualitätsvermutung" (hohe Preise = Vermutung einer hohen Qualität) stellt sich die Frage, ob Konsumenten/Konsumentinnen von Nachhaltigkeitsmerkmalen auch Qualitätsvermutungen ableiten - und wenn ja, sind diese positiv oder negativ für das Unternehmen? Hängen diese vllt. auch mit der Glaubwürdigkeit des Unternehmens zusammen? 
 

Ansprechpartner

Vita Zimmermann, M.Sc.

Mögliche Methode

Je nach Fragestellung, u. a. Online-Umfrage, Online-Experiment, Offline-Experiment

Themengebiet

Nudging

 

HINWEIS: Es ist grundsätzlich die Aufgabe der/des Studierenden, das Thema  einzugrenzen und Forschungslücken zu finden. Die Ausführungen dienen der Inspiration und dem Gedankenanstoß.

 

Potenzielle Forschungsrichtungen

  • Akzeptanz: Wovon hängt die Akzeptanz von z. B. Digital Nudging ab? Worin unterscheidet sie sich von der Akzeptanz „klassischer Offline-Nudges“?
  • Effektivität: Warum könnten bestimmte Nudges (z. B. Defaults, Soziale Normen) online anders funktionieren als in der analogen Welt? Welche Rolle spielt z. B. die An- bzw. Abwesenheit von Dritten oder der Nudge-Typ (Pro-Social vs. Pro-Self Nudge)?

Konkreterer Themenvorschlag  [der gerne weitergedacht werden darf]:

Warum sind die Dinge, die eigentlich "ungesund" oder schädlich für die Umwelt bzw. nicht nachhaltig sind, die „normalen“ Produkte und die, die "gesund" oder nachhaltig bzw. weniger schädlich für die Umwelt sind, die besonderen Produkte, die besonders gekennzeichnet werden (Bio-Label, Tierwohl-Label, FairTrade-Siegel, Herkunftsnachweise usw.)?

 

Dadurch, dass die "guten" Produkte immer gekennzeichnet werden, wird der Default einer Entscheidung beim u. a. Lebensmittelkauf immer auf den "ungesunden" oder "nicht nachhaltigen" Lebensmitteln liegen. Denn bei den "guten" Alternativen werden bewusste Entscheidungen und kognitive Anstrengungen notwendig (Wahrnehmung der Label, ggf. Wiedererkennung und Interpretation der Label, Wissen über die Bedeutung der Label aktivieren usw.).

 

Hätte eine Umkehrung des Defaults nicht möglicherweise den viel verhaltensrelevanteren Effekt? Warum nicht die Logik umdrehen, "gute Produkte" nicht kennzeichnen, dafür aber jene "schlechten" Produkte mit Labeln kennzeichnen, die z. B. ausweisen „Fleisch aus Massentierhaltung“, "mit Pestiziden behandelt" oder "enthält Antibiotikum".

 

Ziel der Arbeit wäre es den Effekt einer solchen Umkehrung der "Labellogik" gegen die heute vorherrschende Labellogik experimentell zu testen und Einflussfaktoren und/oder Konsequenzen des Effektes zu identifizieren. 

     
 

Ansprechpartner

Vita Zimmermann, M.Sc.

Mögliche Methode

Experimentelle Untersuchung, möglich Online-Experiment

Themengebiet

Consumer Privacy – Wann teilen Nutzer ihre Daten im Internet – und wann nicht?

 

Potenzielle Forschungsrichtung:

  • Untersuchung der Determinante der Informationspreisgabe bei der Nutzung (neuer) digitaler Technologien.

Dabei Fokus bspw. auf den Einfluss von sozialem Druck oder empfundener Verwundbarkeit (i.e keine klassischen Konstrukten des Privacy-Calculus-Modells und gerne eine andere theoretische Basis wählen).

Ansprechpartner

Alena Bermes, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

Themengebiet

Akzeptanz Privacy Enhancing Technologies

Ansprechpartner

Maximilian Hartmann, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse 

Themengebiet

Anonymität im Kontext des DarkWebs - eine empirische Analyse dargestellt am Beispiel des Tor-Browsers

Ansprechpartner

Maximilian Hartmann, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse 

Themengebiet

Principal-Agent Beziehung im digitalen Kontext

Ansprechpartner

Raffael Rathje, M.Sc.

Mögliche Methode

Empirische Erhebung und Analyse

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Peter Kenning